100 Salate- ein Kochblog

Gegen Mayonnaise im Kartoffelsalat!

Salat Nr. 6 – Simpler Karottensalat August 10, 2007

Gespeichert unter: Karotten, Zitrone, Zucker, Äpfel — kleinstadt @ 9:11

Karotte, Möhre, Mohrrübe, Wurzel oder was auch immer. Jedesfalls das orangene Dings (neuerdings auch mal in attraktiven dunkelrot, sehr lecker, färbt aber ähnlich stark wie Rote Beete), für das man im frischen Zustand gute Zähne braucht. Ich dachte immer, wie man halt immer so denkt, wenn man es nicht anders kennt, dass Karottensalat nur so und nicht anders gemacht werden kann. Nach einer längeren Diskussion gestern (um Karotten- und Sellerie-Salat) weiß ich jetzt, dass dies völlig falsch ist. Trotzdem traue ich mich nicht an eine Kombination aus Karotten, Essig, Knoblauch, Weintrauben und Apfel heran, sondern beschränke mich erstmal auf mein heißgeliebtes (wenn nicht die nervige Reibearbeit wäre) Grundrezept.

Zutaten (für 1 große Portion):

4 Karotten
Saft 1 Zitrone
1 TL Zucker (oder nach Belieben mehr)
optional: 1 Apfel

Zubereitung:

1. Karotten grob reiben. Sofort mit Zitronensaft übergießen, damit sie nicht braun werden. Optional Apfel reiben und untermischen.
2. Zucker hinzugeben, gut mischen. 5 Minuten ziehen lassen. Aufessen.

Simpel halt. Noch simpler mit einer Küchenmaschine, die das Reiben übernimmt.

 

Salat Nr. 4: Couscous-Salat lauwarm August 1, 2007

Gespeichert unter: Chili, Couscous, Gurke, Harissa, Minze, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Salz, Tomaten, Zitrone — kleinstadt @ 11:33

Eine wunderbare Erfindung ist Couscous, der kinderleicht und schnell zuzubereiten ist und auch noch toll für Salate zu verwenden ist. Hier mein heutiges Mittagessen, passend zur Rückkehr des Sommers. Ich mag den Salat gern sehr so zitronig-sauer, dass sich der Zahnschmelz auflöst, wer kein Elmex Gelée zuhause hat, kann aber ruhig die Menge etwas reduzieren. Der Salat ist schon durch die Harissa-Paste ein bisschen scharf, aber für Chili-Junkies wie mich natürlich nicht annähernd genug, deswegen die zwei Extra-Schoten.

Zutaten (für 1 große Portion):

3 Tomaten
1/2 Gurke
1 Paprika
1 ungespritzte Zitrone (zerlegt in 1 TL fein gehackte Zitronenschale und Zitronensaft+Fruchtfleisch)
1 Bund Petersilie (glatt!!!)
1/2 Bund Minze (ziemlich dominant, kann durchaus reduziert werden)
1 cup Couscous
2 gehackte Chilischoten (können auch weggelassen werden)
Olivenöl
1 TL Harissa
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

1. Tomaten, Gurke, Paprika kleinschneiden und in einer Schüssel mit Chilis, Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermischen.
2. Zitronensaft, Olivenöl, Harissa und Salz und Pfeffer zu einem Dressing vermischen und über dieTomaten-Gurken-Paprika-Mischung geben. Gut vermischen und etwas ziehen lassen.
3. Couscous zubereiten: Couscous in eine Schüssel geben und mit etwas heißer Brühe* übergießen, etwa so viel, dass ein 1/2 cm Flüssigkeit über dem Couscous steht. 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. Auf der Packung steht meist 5 Minuten, ich mag Couscous gern mit etwas Biss, also sind 3 Minuten auch völlig in Ordnung.
4. Während der Couscous zieht, Kräuter hacken und mit dem Salat vermengen.
5. Fertigen Couscous mit dem Salat vermischen und gleich aufessen.

*Noch einfacher: Heißes Wasser über Couscous + Instantbrühe-Krümel kippen. Bitte Brühe ohne Glutamat verwenden!

 

Kein Salat: Mexikanisches vom Freitag April 18, 2007

Gespeichert unter: Avocado, Chili, Kirschtomaten, Knoblauch, Koriander, Rezeptlink, Zitrone, Zwiebel — kleinstadt @ 9:21

Was scharfes war gewünscht, was scharfes gab es. Chili hilft zumindest kurzfristig gegen Heuschnupfen, denn was brennt, kann nicht jucken. Praktisch.

Da ich nur ein etwas seltsames, sehr dünnes mexikanisches Kochbuch besitze, war Rezepte-Googlen angesagt.
Extrem lecker war das Huhn in Erdnusssauce. Für die Sauce habe ich allerdings doppelt so viele Erdnüsse genommen und die Zimtstange nicht mitpüriert, sondern ganz mitgekocht. Dadurch ist der Zimtgeschmack nicht so aufdringlich geworden. Statt frischen Tomaten gab es eine Dose Tomaten und statt eines ganzen Huhns ein paar Hühnerbrüste. Ist auch nicht scharf, die Erdnüsse nehmen sehr viel von der Schärfe auf, trotz sechs Chilischoten war es einigermaßen mild.

Als Beilagen gab es Tortilla-Fladen (gekauft, ich habe die einmal versucht selber zu machen und das war eine mittlere Katastrophe, und Maismehl gibt es hier eh nicht zu kaufen) und weißen Reis (aus dem Reiskocher, passte nicht optimal). Im Nachhinein wäre Hirse vielleicht besser gewesen.

Außerdem gab es eine Tomaten-Salsa (im Mörser hergestellt bzw. gemanscht) und eine Guacamole; beides ordentlich scharf.

Tomaten-Salsa

Zutaten:
150 g Kirschtomaten
1/2 rote Zwiebel (oder 1 Schalotte)
6 Chilischoten (oder nach Belieben)
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer

(Zusätzlich kann man Zitronen- oder Limettensaft oder Essig hineintun, oder auch Olivenöl, diverse Kräuter wie Petersilie, Koriander, Basilikum oder Oregano, aber ich halte das für überflüssig. Zunächst der feine Tomatengeschmack, dann etwas Chili-Geknüppel hinterher. Perfekt.)

Zubereitung:
1. Tomaten halbieren, evt. Samen entfernen, sonst wird es eine recht flüssige Salsa, was mich nicht stört. Zwiebel fein hacken. Chilischoten hacken. Knoblauch schälen und im Mörser zermatschen.
2. Nach und nach Chilis und Tomaten im Mörser zermatschen (zerstoßen wäre ein Euphemismus).
3. Wenn der Brei fertig ist, Zwiebeln untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Mindestens 1 Stunde lang durchziehen lassen, um so länger, um so besser.

Guacamole

Zutaten:
2 reife (!!!) Avocados
Saft einer großen Zitrone
1/2 rote Zwiebel (oder 1 Schalotte)
3 Chilischoten
6 Kirschtomaten
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
1 Handvoll frischer Koriander

Zubereitung:
1. Knoblauch schälen, Chilischoten grob hacken und beides im Mörser zermaschen.
2. Avocados auslösen und das Fruchtfleisch mit Zitronensaft begießen vermanschen. (Wenn der Mörser groß genug ist, kann man das natürlich auch im Mörser machen. Wenn die Avocados reif sind, geht das aber auch problemlos mit einer Gabel in einer Schüssel.)
3. Kirschtomaten achteln, Zwiebel fein hacken. Koriander hacken.
4. Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen.

Als Vorspeise gab es noch Gazpacho, meine liebste Sommersuppe, die demnächst mal einen eigenen Eintrag bekommt (zumal die ja nicht mexikanischer, sondern spanischer Herkunft ist).