100 Salate- ein Kochblog

Gegen Mayonnaise im Kartoffelsalat!

Muffins und Chemie November 9, 2008

Gespeichert unter: Backpulver, Essig, Mehl, Muskat, Natron, Nüsse, Piment, Rezeptlink, Salz, Vanilleextrakt, Zimt, Zucker, Äpfel, Öl — kleinstadt @ 10:10

Seitdem ich amerikanische Cup-Maße besitze (zum Backen, was dachtest Du denn?), lese ich lieber Foodblogs als an meinem weiterzuschreiben. Was aber doch zu notieren ist, ist diese unglaublich einfache und leckere Rezept für Wacky Cake des sehr schönen Foodblogs Homesick Texan. Der Spaß dieses Rezepts besteht darin, dass es weder Eier noch Milch enthält, dafür aber Essig, der zusammen mit dem Backpulver dafür sorgt, dass der Kuchen aufgeht. Da der Teig ziemlich flüssig ist, ist er gut für Muffins geeignet.

So wurden dann aus vielen Äpfeln (Boskoop, my love) genau 26 Muffins (bei großzügigerer Verteilung 24). In metrischen Maßen und mit leichten Änderungen (weniger Salz, dafür etwas Piment) ergibt das dann dieses wunderbare und schnelle Rezept:

Zutaten:

450g Mehl

200g weißen Zucker

250g braunen Zucker

1 TL Natron + 1 TL Backpulver (oder 2 TL von einem)

1/4 TL Salz

2 EL Essig (Apfelessig oder Tafelessig)

2 TL Vanilleextrakt

2 TL Zimt

1/2 TL Muskat

1/2 TL Piment

440 ml Wasser (kalt)

10 EL Öl (9 sind auch ausreichend)

400g geschälte, kleingeschnittene Äpfel

100g grob gehackte Mandeln, Haselnüsse, Krokant oder ähnliches (Cashew-Kerne waren auch erstaunlich lecker)

Zubereitung:

1. Alle trockenen Zutaten mit Ausnahme der Nüsse in einer großen(!) Schüssel gut mischen, also Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Gewürze.

2. Drei Löcher in die Mischung machen, in das erste Loch das Öl geben, in das zweite den Vanilleextrakt, in das dritte den Essig.

3. Uh-hu-hu, der Essig reagiert mit dem Backpulver!

4. Wasser hinzugeben, alles vermischen.

5. Blubber.

6. Äpfel und Nüsse zugeben und nochmal gut umrühren.

7. In Muffinformen füllen und bei 200°C ca. 15-20 Minuten lang backen.

 

Mmh, Plätzchenteig Juni 29, 2007

Gespeichert unter: Butter, Eier, Mehl, Natron, Puderzucker, Salz, Vanillezucker, Zimt, saure Sahne — kleinstadt @ 9:02

Was macht man geschickterweise, wenn man Geburtstage vergessen hat? Genau, man schickt Plätzchen-Päckchen durch die Gegend.

Dazu empfiehlt sich das großartige Backbuch „Feines Gebäck in Thüringer Art“ von Gudrun Dietze aus dem BuchVerlag für die Frau. Ja, man fühlt sich ein wenig in die 50er Jahre zurückversetzt, aber das Buch hält genau das, was es verspricht. Zunächst mehrere Kapitel über Sachen mit Buttercreme-Füllung, dann aber gibt es auch Sachen, die sich besser verschicken lassen und fantastisches Weihnachtsgebäck.

Ganz hervorragend ist das Rezept für Kinderkekse, das ich in leicht abgewandelter Form (Zugabe von Zimt, mehr saure Sahne, mehr Mehl, kürzere Backzeit) gebacken habe. Der ungebackene Teig ist so lecker, dass man durchaus etwas mehr Teig zubereiten sollte. Gebacken schmecken die Kekse fast wie die Zookekse von Leibniz.

Zutaten für 3 Bleche:

1 Ei
100g Puderzucker
2 EL saure Sahne (ca. 50 g)
50 g Butter
1 gestrichenen TL Natron
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 TL Zimt
275 – 300 g Mehl, nach Bedarf mehr
außerdem Mehl für Arbeitsfläche beim Ausrollen

Zubereitung:

1. Butter schmelzen und abkühlen lassen.
2. Ei und Puderzucker verrühren, saure Sahne und Butter unterrühren (geht gut mit einem großen Schneebesen oder einem Holzlöffel).
3. Natron, Vanillezucker, Salz und Mehl zugeben und alles gut verkneten. Eventuell mehr Mehl zugeben, der Teig muss fest genug sein, um ihn ausrollen zu können.
4. Teig dünn ausrollen, die Plätzchen werden sonst nicht so knusprig. Lustige Dinge ausstechen (oder halt nur Kreise, für unkreative Menschen).
5. Auf einem mit Backpapier belegtem Backblech ca. 12 Minuten bei 190°C backen. Die Plätzchen bleiben recht hell. Werden sie braun, waren sie schon zu lange drin und schmecken etwas „herzhaft“.

6. Und dann schnell verpacken und verschicken! Yummy!