100 Salate- ein Kochblog

Gegen Mayonnaise im Kartoffelsalat!

Salat Nr. 3: Nudeln und Tomaten (mal wieder) August 1, 2007

Um das Salat-Projekt endlich mal weiter zu führen, ein weiterer Salat, den man gut zu Grillpartys mitbringen kann. Der Trick besteht hier im Dressing, das mit geriebenem Parmesan gemischt wird und in den fein gehackten getrockneten Tomaten und Schalotten. Der Salat schmeckt dank der Schalotten nicht so brutal nach Zwiebeln, wie das sonst manchmal der Fall ist.

Zutaten:
Salat:
1 Schale Kirschtomaten oder 500 g beliebige andere Tomaten
4 getrocknete Tomaten (weniger, wenn die frischen Tomaten tatsächlich Geschmack besitzen, soll ja vorkommen)
1 Bund Basilikum
500g kurze Lieblingsnudeln z. B. Penne Rigate, Farfalle etc.
3 Schalotten (oder 1 große Zwiebel)

Dressing:
Olivenöl
Balsamico-Essig
1 Handvoll geriebener Parmesan oder Pecorino
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

1. Getrocknete Tomaten und Schalotten fein (!) hacken, frische Tomaten kleinschneiden (Kirschtomaten halbieren oder vierteln). Mit etwas Salz und Pfeffer in der Salat-Schüssel vermengen und durchziehen lassen.
2. Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen und abkühlen lassen.
3. Parmesan reiben. Mit Olivenöl und Balsamico-Essig vermengen und mit Salz und Pfeffer vermengen. Optional noch etwas Zucker und frischen Knoblauch hinzugeben. Das Dressing sollte nicht zu flüssig sein, sondern eher eine cremige Konsistenz haben.
4. Tomaten-Schalotten-Mix mit den Nudeln kombinieren und das Dressing darüber geben. Basilikum nur grob hacken und zufügen. Alles gut vermischen.

 

Kein Salat: Mexikanisches vom Freitag April 18, 2007

Gespeichert unter: Avocado, Chili, Kirschtomaten, Knoblauch, Koriander, Rezeptlink, Zitrone, Zwiebel — kleinstadt @ 9:21

Was scharfes war gewünscht, was scharfes gab es. Chili hilft zumindest kurzfristig gegen Heuschnupfen, denn was brennt, kann nicht jucken. Praktisch.

Da ich nur ein etwas seltsames, sehr dünnes mexikanisches Kochbuch besitze, war Rezepte-Googlen angesagt.
Extrem lecker war das Huhn in Erdnusssauce. Für die Sauce habe ich allerdings doppelt so viele Erdnüsse genommen und die Zimtstange nicht mitpüriert, sondern ganz mitgekocht. Dadurch ist der Zimtgeschmack nicht so aufdringlich geworden. Statt frischen Tomaten gab es eine Dose Tomaten und statt eines ganzen Huhns ein paar Hühnerbrüste. Ist auch nicht scharf, die Erdnüsse nehmen sehr viel von der Schärfe auf, trotz sechs Chilischoten war es einigermaßen mild.

Als Beilagen gab es Tortilla-Fladen (gekauft, ich habe die einmal versucht selber zu machen und das war eine mittlere Katastrophe, und Maismehl gibt es hier eh nicht zu kaufen) und weißen Reis (aus dem Reiskocher, passte nicht optimal). Im Nachhinein wäre Hirse vielleicht besser gewesen.

Außerdem gab es eine Tomaten-Salsa (im Mörser hergestellt bzw. gemanscht) und eine Guacamole; beides ordentlich scharf.

Tomaten-Salsa

Zutaten:
150 g Kirschtomaten
1/2 rote Zwiebel (oder 1 Schalotte)
6 Chilischoten (oder nach Belieben)
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer

(Zusätzlich kann man Zitronen- oder Limettensaft oder Essig hineintun, oder auch Olivenöl, diverse Kräuter wie Petersilie, Koriander, Basilikum oder Oregano, aber ich halte das für überflüssig. Zunächst der feine Tomatengeschmack, dann etwas Chili-Geknüppel hinterher. Perfekt.)

Zubereitung:
1. Tomaten halbieren, evt. Samen entfernen, sonst wird es eine recht flüssige Salsa, was mich nicht stört. Zwiebel fein hacken. Chilischoten hacken. Knoblauch schälen und im Mörser zermatschen.
2. Nach und nach Chilis und Tomaten im Mörser zermatschen (zerstoßen wäre ein Euphemismus).
3. Wenn der Brei fertig ist, Zwiebeln untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Mindestens 1 Stunde lang durchziehen lassen, um so länger, um so besser.

Guacamole

Zutaten:
2 reife (!!!) Avocados
Saft einer großen Zitrone
1/2 rote Zwiebel (oder 1 Schalotte)
3 Chilischoten
6 Kirschtomaten
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
1 Handvoll frischer Koriander

Zubereitung:
1. Knoblauch schälen, Chilischoten grob hacken und beides im Mörser zermaschen.
2. Avocados auslösen und das Fruchtfleisch mit Zitronensaft begießen vermanschen. (Wenn der Mörser groß genug ist, kann man das natürlich auch im Mörser machen. Wenn die Avocados reif sind, geht das aber auch problemlos mit einer Gabel in einer Schüssel.)
3. Kirschtomaten achteln, Zwiebel fein hacken. Koriander hacken.
4. Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen.

Als Vorspeise gab es noch Gazpacho, meine liebste Sommersuppe, die demnächst mal einen eigenen Eintrag bekommt (zumal die ja nicht mexikanischer, sondern spanischer Herkunft ist).

 

Salat Nr. 2: Scharfer Wassermelonen-Salat April 16, 2007

Gespeichert unter: Balsamico-Essig, Basilikum, Chili, Gurke, Kirschtomaten, Olivenöl, Wassermelone — kleinstadt @ 7:36

Ich nehme alles zurück, was ich über Maßangaben in cups gesagt habe. Wenn man mal eben ein Rezept aufschreiben will und wegen der hochsommerlichen Temperaturen zu faul ist, die eh nicht besonders exakte Küchenwaage rauszuholen, ist das abmessen/abschätzen in cups schon sehr viel einfacher. Vor allem, seitdem ich rausgefunden habe, dass auf meinem Reiskocher-Messbecher auch cup-Maßeinheiten stehen.

Aber eigentlich sind die Maßeinheiten in diesem Salat eh egal. Hauptsache viel Wassermelone, viel Basilikum und genug feine Chilistückchen, deren herbe Schärfe sich wunderbar mit der wässrigen Süße der Wassermelone kombiniert.

Zutaten:
3 cups Wassermelone
1 cup Gurke
1 cup Kirschtomaten
1/2 cup gehacktes Basilikum
3 fein gehackte Chilischoten (ich nehme Thai-Chilischoten)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
1. Wassermelone und Gurke in mundgerechte Würfel schneiden, nicht zu klein (wobei es auch einen interessanten, jedoch sehr anderen Salat ergeben würde, wenn man die Zutaten sehr fein würfelt. Wird demnächst mal ausprobiert.) . Tomaten vierteln. Chilischoten fein hacken.

2. Wassermelone, Gurke, Tomate, Chili und Basilikum gut vermengen. Großzügig pfeffern und salzen (ist schließlich ein Salat für den Hochsommer, da kann schon mal etwas mehr Salz ran, wobei das, was bei mir „viel Salz“ bedeutet, für andere Menschen die „normale“ Menge ist) , dann mit ca. 1 EL Balsamico-Essig und 2 EL Olivenöl begießen.

3. Nochmals gut durchmischen und 15 bis 30 Minuten durchziehen lassen, am besten im Kühlschrank. Nicht zu lange durchziehen lassen, die Wassermelonestücke sollen außen nach Dressing, Basilikum und Chili schmecken, innen nach Wassermelone pur.

 

Salat Nr. 1: Pesto-Nudelsalat April 16, 2007

Gespeichert unter: Balsamico-Essig, Basilikum, Kirschtomaten, Knoblauch, Nudeln, Olivenöl, Parmesan, Pesto, Pinienkerne, Rucola — kleinstadt @ 11:50

Mein liebster Mitbring-Salat, der deswegen die Ehre hat, diesen/s Blog zu eröffnen. Der Trick besteht darin, die Nudeln zunächst mit dem Pesto zu mischen, und dann die Pestonudeln mit dem Salat. Und ja, das macht einen Unterschied, sowohl optisch als auch geschmacklich. Wenn ich den Salat für mich selbst zubereite, kommt in das Pesto noch eine Chilischote.

Da es am Sonnabend um 18 Uhr nirgendwo mehr frisches Basilikum und Rucola zu kaufen gab, habe ich den Salat gestern mit Feldsalat und TK-Basilikum gemacht, was durchaus essbar war, aber die leichte Bitterkeit des Rucola fehlte doch merklich. Das nächste Mal würde ich bei Rucola-Mangel eher ähnlich bittere Salate wie Endivien oder Frisee (die es um 18 Uhr allerdings auch nicht mehr gab) verwenden oder das Grünzeug ganz weglassen.

Zutaten:

Salat:
500 g Nudeln (an denen gut Nudelsauce kleben bleibt, z.B. Kelche oder Spiralen)
500 g Kirschtomaten
125 g Rucola (= 1 Packung)
Balsamico-Essig
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Pesto:
sehr viele Basilikumblätter (etwa 1 Topf, alternativ 3 Päckchen TK-Basilikum)
50g Parmesan (alternativ: Gran Padano oder Pecorino)
1 kleine Knoblauchzehe, geschält
ca. 50g Pinienkerne (alternativ: geschälte Mandeln)
viel Olivenöl (so 100 ml mindestens)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
1. Nudeln nach Packungsangabe kochen, abgießen und abkühlen lassen.
2. Pesto herstellen:
Pinienkerne mit Knoblauch und zerbröckeltem Parmesan und etwas Olivenöl zerhäckseln/pürieren (klassisch macht man das natürlich mit einem Mörser, was gar nicht mal so viel länger dauert, aber doch etwas anstrengender ist). Nach und nach mehr Olivenöl und die Basilikumblätter hinzugeben bis eine geschmeidige, sehr grüne Paste entsteht. Darf nicht zu flüssig werden! Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Die Nudeln in der Salatschüssel mit fast allem Pesto (1 Esslöffel übrig behalten) vermischen.
4. Kirschtomaten vierteln, Rucola grob zerhacken. Beides über die Nudeln geben.
5. Den Rest vom Pesto mit ca. 1 EL Essig und 2 EL Olivenöl zu einem Dressing verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
6. Dressing über dem Salat verteilen, alles gut durchmischen.